{"id":86,"date":"2025-06-04T12:06:25","date_gmt":"2025-06-04T10:06:25","guid":{"rendered":"https:\/\/why-way.de\/?p=86"},"modified":"2025-06-04T20:19:56","modified_gmt":"2025-06-04T18:19:56","slug":"tag-1-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/why-way.de\/?p=86","title":{"rendered":"Tag 1"},"content":{"rendered":"\n<p>Immer wieder ein niederschmetterndes Gef\u00fchl, wenn man bereits auf Seite 17 scheitert: Ich lese in dem Buch \u00bbDie Kraft eines fokussierten Lebens\u00ab von Johannes Hartl. Auf Seite 17 kommen drei kleine Satzanf\u00e4nge:<br>\u2022 Ich m\u00f6chte nie ein Mensch werden, der \u2026<br>\u2022 Am wichtigsten im Leben ist mir \u2026<br>\u2022 Meine Kinder sollen einmal \u00fcber mich sagen, dass \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke eine Minute dar\u00fcber nach und m\u00f6chte das Buch schon in die Ecke werfen. Denn ich bin in einem ganz zentralen Punkt genau der Mensch, der ich nie werden m\u00f6chte. Ich habe keine Ahnung, was mir \u2013 jenseits der aus der Pistole geschossenen Floskelantworten \u2013 wichtig ist. Und ich habe noch nicht einmal Kinder; und selbst wenn ich daf\u00fcr \u00bbNichte und Neffe\u00ab einsetze, ist mir klar, dass das, was ich als deren Bild von mir gerne h\u00e4tte und der tats\u00e4chlichen Antwort eine sehr breite, tiefe L\u00fccke klafft. Abgesehen davon, dass sie sich kaum \u00fcber mich Gedanken machen werden, wozu auch. <\/p>\n\n\n\n<p>Hartl f\u00fchrt dann aus, man brauche auch gar nicht die gro\u00dfe Lebensvision, wichtiger sei ein Fokus. Und man solle mit einem kleinen Problem, das man schon lange aufgeschoben habe, beginnen. Also schreibe ich die E-Mail, die ich schon ewig vor mir hergeschoben habe, und das ist auch gut. Aber ehrlich gesagt: So komme ich in hundert Tagen nicht weiter. Allenfalls ist dann das Haus aufger\u00e4umt. <br>Aber ich werfe das Buch nicht weg, es ist die Zeit des Dranbleibens, ich lese weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Erste Lektion: Einen Fokus \u2013 man kann wohl auch einfach &#8222;Ziel&#8220; sagen \u2013 zu entwickeln, ist das Entscheidende. Bei der Auswahl des Zieles geht es nicht darum, welches leicht zu erreichen ist. Vielleicht ist das ein automatischer Fehler; man guckt, &#8222;was einem liegt&#8220;, wof\u00fcr man sich in der Lage f\u00fchlt. Aber es geht um die Wertigkeit des Ziels. Das Erreichen mag insbesondere am Anfang m\u00fchsam sein, aber das w\u00fcrde sich geben. Klingt banal, bewirkt aber tats\u00e4chlich etwas in meinem Kopf. Wenn es ums Schrieben geht, sagt man gerne &#8222;Schreib&#8216; \u00fcber etwas, das du kennst&#8220;. Bei Zielen, beim Fokus, scheint das anders zu sein.<br>Und: klein anfangen. Man n\u00e4hert sich dem Ziel, und das (wie anhand des inflation\u00e4ren Schachbrett-Reisk\u00f6rner-Beispiels erl\u00e4utert wird), \u00fcberproportional. <br>Aber Hauptsache, das alte Linnemann-Gedr\u00f6hne: einfach mal machen! Also anfangen. Durchhalten.<br>Die \u00dcbung &#8222;\u00dcberlege, wann in deinem Leben du schon das Flow-Gef\u00fchl erlebt hast und wie es sich angef\u00fchlt hat&#8220;, lasse ich mal aus. Denke ich vielleicht nachher beim Job dr\u00fcber nach. Jetzt noch das &#8222;Geheimnis 2&#8220; \u00fcber den Fokus lesen. <\/p>\n\n\n\n<p><br>Zweite Lektion: Es geht um den Satz &#8222;So bin ich nun mal&#8220;. Und dass der Mist ist. Sehr nachvollziehbar. Wenn ich bleiben will, was und wer ich bin, dann stehe ich ab morgen nicht mehr auf, sondern lese nur noch Romane und esse Salzstangen. Das kann&#8217;s nicht sein, schon klar. Es geht also wieder ums Machen. Der Sportler treibt Sport, die Malerin malt, der Christ betet zu Gott, die Freiheitsliebende k\u00fcndigt den Angestelltenjob. Wenn das die Ziele sind. Ziel und Machen schl\u00e4gt &#8222;Ich denke mal dar\u00fcber nach&#8220;. Auch logisch.<br>Nun soll man aus einer Liste spontan drei Begriffe aussuchen, die einen ansprechen. Daraus soll man einen Satz machen, mit vorgegebenem Anfang. Nun: &#8222;Ich w\u00e4hle Mut, Glaube und M\u00e4\u00dfigung, weil ich ein Mensch sein will, der zu dem steht, woran er glaubt und sich auf das Wesentliche konzentriert \u2013 auch wenn es nicht der einfache Weg ist.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Dritte Lektion: es folgt ein Vergleich mit dem Tierreich. Die einen, die aus der Angst heraus immer alles im Blick haben und Dinge gleichzeitig machen m\u00fcssen, da die Gefahr besteht, gefressen zu werden. Auf der anderen Seite die Tier, die ihre Beute konzentriert beobachten, sich nicht ablenken lassen und zuschlagen, wenn der Moment gekommen ist. Klar, an wem man sich ein Beispiel nehmen soll. Pr\u00e4sent sein. Nicht drei Sachen gleichzeitig und damit keine richtig machen.<br>\u00dcbung: Mache eine kurze Liste von Dingen, die dich momentan nerven oder vor denen du Angst hast: Dass ich so wenig Geld verdiene, dass ich alt werde, dass andere \u00fcber mein Leben bestimmen, dass mir der Sinn fehlt, dass ich keine Vespa habe, dass wir zu viel unternehmen und verreisen, dass der Job oft so nervig und langweilig ist, dass ich Hamburg echt saubl\u00f6d finde, dass ich die Gegend hier so langweilig und fett finde, dass es mit vielen nahen Menschen so anstrengend ist, dass mir die Inspiration fehlt, dass ich oft so unkonzentriert bin. Und so weiter, das k\u00f6nnte jetzt noch ewig so gehen.<br>Jetzt soll ich schauen, was davon f\u00fcr mich in 10 Jahren noch relevant sein wird. Alles andere einfach streichen. Und mich dann, na klar, fokussieren.<br>Und am Schluss dieses Kapitels steht die Aufforderung, eine Vision f\u00fcr sich zu entwickeln. Etwas zu bewegen statt sich nur anzulehnen. \u00dcberzeugendes Bild. <br>Morgen geht&#8217;s weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder ein niederschmetterndes Gef\u00fchl, wenn man bereits auf Seite 17 scheitert:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-86","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tagebuch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=86"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89,"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86\/revisions\/89"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=86"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=86"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/why-way.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=86"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}